Und die Moral von der Geschicht‘

Lieber Herr Heilmann,

ich möchte mich hiermit bei Ihnen bedanken, dass Sie mit so genialen Schachzügen es geschafft haben, Spenden für die Wikimedia zu sammeln. Ich denke besser hätte es für die Wikipedia nicht laufen können, da sie somit wieder in das Interesse von großen Internet-Plattformen (und meinem Blog 😉 )gerückt ist.

Ich denke Herr Heilmann sollte aus der Sache gelernt haben, dass einstweilige Verfügungen auch nach hinten losgehen können. Besonders wenn man die Distanzierung der linken Spitze beachtet Quelle.

Update: Abschaltung von wikipedia.de

Hallo,

wie mehrere Quellen berichten (Tagesschau.de ; Focus.de ; Spiegel.de), hat der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann angekündigt, auf die Sperrung der Weiterleitung von wikipedia.de auf de.wikipedia.org zu verzichten.

Zur Zeit besteht die Sperrung noch, ich denke aber spätestens morgen wird (fast) alles wie vorher sein. Lutz Heilmann dürfte jedoch zu einer zweifelhaften Netzberühmtheit geworden sein. Ob das sein Absicht war, bezweifle ich.

UPDATE2: Stand 12:10 ist die Weiterleitung noch nicht wieder hergestellt, nur ein Satz wurde hinzugefügt:

[16. November]: Herr Heilmann hat erklärt, er würde die einstweilige Verfügung zurückziehen. Sobald die Verfügung aufgehoben ist, werden wir unser Suchangebot wiederherstellen.

Abschaltung von Wikipedia.de

Hallo,

wer seit heute auf die Domain wikipedia.de aufrufen möchte erhält folgende Erklärung:

wikipedia

Wie in der Erklärung zu lesen, ist die deutsche Wikipedia weiterhin unter der Domain de.wikipedia.org aufrufbar.

Grund hierfür ist die Einstweilige Verfügung des Bundestagsabgeorgneten Lutz Heilmann. Das Mitglieder der Partei „Die Linke“ will eine Änderung seines Wikipedia-Eintrages erwirken.
In meinen Augen dürfte der Grund für die einstweilige Verfügung der Artikel über Heilmanns Stasi Vergangenheit sein.

Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit

Im Oktober 2005 enthüllte Der Spiegel Heilmanns Stasi-Vergangenheit, die er verschwiegen hatte. Heilmann gibt bis heute öffentlich an, von 1985 bis 1990 einen „verlängerte[n] Wehrdienst (Personenschutz MfS)“ geleistet zu haben,[3] was eine begriffliche Verwechslung mit dem so genannten Grundwehrdienst im Rahmen der allgemeinen Wehrpflicht ermöglicht. Tatsächlich war Heilmann nach Ableisten der allgemeinen Wehrpflicht von 18 Monaten für die Zeit bis 1990 als Berufssoldat beim MfS beschäftigt und verließ dieses erst, als es aufgelöst wurde.[5]

Vor der Wahl hatte Heilmann den Mitgliedern des Landesverbandes seine Tätigkeit beim MfS verschwiegen. Dies war ein klarer Verstoß gegen innerparteiliche Richtlinien. Auf dem Landesparteitag am 4. Dezember 2005 stimmten die Mitglieder des Landesverbandes Schleswig-Holstein über einen Misstrauensantrag gegen Heilmann ab. Das Ergebnis war 47 Stimmen für Heilmann zu 42 gegen ihn.[5] Heilmann ist seitdem innerhalb der Linken in Schleswig-Holstein stark umstritten.[6]

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Heilmann

Sollten hierbei Unwahrheiten publiziert werden, bin ich auch für eine Korrektur des Artikels, will Herr Heilmann jedoch seine (dunkle) Vergangenheit verschleiern, bin ich gegen eine Editierung des Artikels.